Jesus bereitet einen Platz für seine Anhänger vor

Jesus bereitet einen Platz für seine Anhänger vor

Jesus bereitet einen Platz für seine Anhänger vor Johannes 13,1, 13,21, 30, 13,38, 14,1-6, Offenbarung 21,1-8 und 22,1-5

In einer meiner Schulungen ist folgendes Panorama entstanden: Denn diese Geschichte wurde für speziell für Menschen gestaltet, die sich nach Sicherheit und einer Wohnung sehnen. Mir persönlich gefällt, wie das Wort Gottes in verschiedene Situationen hineinsprechen kann:

Jesus wusste, dass die Zeit bald kommen würde, in der er diese Welt verlassen und zum Vater zurückkehren würde. Er hatte vorausgesagt, dass einer seiner Freunde ihn an die religiösen Leiter verraten würde, und dieser war bereits aufgebrochen, um dies zu tun. Er hatte auch vorausgesagt, dass sein Freund Petrus ihn in derselben Nacht verleugnen würde. Dann fuhr Jesus fort und sagte zu seinen Jüngern: „Fürchtet euch nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch nicht gesagt, dass ich hingehe, um einen Platz für euch vorzubereiten. Wenn alles fertig ist, werde ich wiederkommen, um euch zu mir zu holen, damit ihr alle mit mir zusammen sein könnt. Ihr wisst, wo ich hingehe.“ „Nein“, sagte einer seiner Freunde, ‚wir wissen nicht, wohin du gehst; wie sollen wir den Weg finden?‘ Jesus sagte: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

Viel später, nachdem Jesus gekreuzigt worden war, gestorben und auferstanden und zu Gott, dem Vater, zurückgekehrt war, hatte einer seiner Freunde, Johannes, eine Vision vom Ende der Welt, wenn Jesus wiederkommen würde. Unter anderem sah er Folgendes: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen. Ich hörte eine Stimme vom Himmel, die sprach: ‚Gott wohnt bei den Menschen.‘ Sie sprach auch: ‚Sie werden sein Volk sein.‘ Und: ‚Er wird ihr Gott sein.‘ Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und es wird keinen Tod mehr geben, keine Trauer, kein Weinen und keinen Schmerz mehr.“ Und Gott sagte: Seht! Ich mache alles neu! Diejenigen, die fest in ihrem Glauben bleiben, werden dies erben, und ich werde ihr Gott sein und sie werden meine Kinder sein. Aber diejenigen, die sich entschieden haben, Jesus, Gott und seine Gebote zu verleugnen, werden in den Feuersee geworfen und für immer von Gott getrennt sein. Ich sah auch den Fluss des Wassers des Lebens, der vom Thron Gottes und vom Lamm, Jesus, ausging. An beiden Ufern des Flusses stand der Baum des Lebens, dessen Blätter zur Heilung der Völker dienten. Nichts wird mehr verflucht sein. Es wird keine Nacht mehr geben, und niemand wird das Licht einer Lampe oder der Sonne brauchen, denn Gott wird ihr Licht sein, und sie werden regieren in alle Ewigkeit.

Team-Bund

Team-Bund

Um das Miteinander in einem Team zu regeln, geben sich viele Teams einen Teambund, dabei werden viele Einander-Verse aufgelistet. Es soll rund hundert solcher Verse im Neuen Testament geben. Selbst 20 solche Verse kann man sich schwer merken. So ist die Idee entstanden dies in ein Panorama zu packen, eben um nicht einzelne Verse allein stehen zu lassen, sondern um den wichtigsten Versen einen Rahmen zu geben. Das ist dabei entstanden.

„Jesus ging auf einen Berg um zu beten. Er betete die ganze Nacht. Am nächsten Morgen wählte er seine 12 Jünger aus. Anschließend stieg er mit ihnen den Berg herunter und sie kamen auf einen großen freien Platz. Dort wartete eine große Menschenmenge, viele wollten von Jesus geheilt werden. Und Jesus sprach zu seinen engsten Freunden und den Menschen. Das ist der Kern dieser ersten Rede an sein Team lautete: „Seid so barmherzig wie euer Vater im Himmel! Richtet nicht über andere, dann werdet ihr auch nicht gerichtet werden. Wenn ihr bereit seid, anderen zu vergeben, dann wird auch euch vergeben werden. Gebt, was ihr habt, dann werdet ihr so reich beschenkt werden, dass ihr gar nicht alles aufnehmen könnt.“

Jesus zog mit seinen Jüngern durch´s Land und lehrte seine Jünger durch sein Vorbild, seine Wunder und seine Worte. Jesus ermahnte seine Anhänger aufeinander acht zu haben. Wenn jemand von Gottes Weg abgekommen ist, dann helft einander auf den Weg zurück. Wenn Menschen absolut nicht zu Gottes Weg zurückkehren wollen, dann trennt Euch von ihnen. Eines Tages kurz vor seiner Ankunft und Hinrichtung in Jerusalem bat die Mutter von zwei seiner Jünger, dass ihre beiden Söhne die beiden Ehrenplätze an Jesu Seite in seinem neuen Reich bekommen. Die anderen Jünger waren empört. Deshalb rief Jesus sie zusammen: „Ihr wisst, wie die Machthaber der Welt ihre Völker unterdrücken. Wer die Macht hat, nutzt sie rücksichtslos aus. Aber so darf es bei euch nicht sein. Wer größer sein will, der soll den anderen dienen. Wer der erste sein will, der soll sich allen unterordnen. Auch der zukünftige Herrscher ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen. Er kam um zu dienen und sein Leben hinzugeben, damit viele Menschen aus der Gewalt des Bösen befreit werden.“ Anschließend zog Jesus mit seinen Jüngern nach Jerusalem.

Am Vorabend des Passahfestes, dem Fest der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten wusch Jesus seinen Jüngern die Füße, um ihnen ein Beispiel zu geben, dem sie folgen sollen. Am Ende der Fußwaschung fasste er noch einmal alles zusammen: „Heute gebe ich euch ein neues Gebot: Liebt einander. So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. An der Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ In einer langen Abschiedsrede beschrieb Jesus das Verhältnis zwischen ihm und seinen Jüngern. „Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, so wie ich in ihm bleibe, der trägt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. Denkt daran, nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt, damit ihr euch auf den Weg macht und Frucht bringt, die bleibt.“

Nach seiner Hinrichtung und Auferstehung gab Jesus seinen Jüngern einen großen Auftrag: Macht zu Jüngern alle Völker. Und doch hat sich das Jüngerteam damit sehr schwer getan. Jesus musste erst Petrus eine Vision geben und auf Cornelius, einen gottesfürchtigen römischen Hauptmann treffen lassen. Dann erkannte Petrus: „Jetzt erst habe ich richtig verstanden, dass Gott niemanden wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt. Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben wie es ihm gefällt.“ Diese Zusammenfassung ist auf der Heiligen Schrift gegründet und sie ist wahr.

Auch wir sind Teil dieses Jüngerteams und wollen nach dem Vorbild und der Berufung Jesu dienen. Unser Ziel hat Johannes, ein anderer Jünger im Auftrag Gottes beschrieben. Johannes wurde wegen seines Glaubens auf eine einsame Insel verbannt. Dort hat ihm Gott eine Botschaft der Hoffnung gegeben: Eines Tages werden Menschen aus allen Völkern, Stämmen, Sprachen und Nationen Jesus anbeten, weil er sie mit seinem Blut und Opfertod sie freigekauft hat.“

Dankbarkeit

Dankbarkeit

In meinem letzten Kurs hat eine Teilnehmerin einen faszinierenden Vorschlag für ein Panorama zu Thanksgiving gemacht. Wenn Ihr wissen wollt, was ein Panorama ist, dann schaut Euch im aktuellen Handbuch die Seiten 24-26. Wichtig, die Seitenzahlen ändern sich, da ich regelmäßig an meinem Handbuch arbeite, einfach im Inhaltsverzeichnis nachschauen. Jetzt zurück zu dieser Teilnehmerin. Sie zeigt uns, dass Gott uns durch Jesus Christus den Weg zurück zur Gemeinschaft mit ihm ermöglicht, nicht durch unsere guten Taten. Ihr Ziel: „Ein Herz voller Dankbarkeit kennen und leben, das daran erinnert, dass alle Segnungen ein Geschenk Gottes sind.“ So hat sie ein Panorama oder eine Zusammenfassung aus folgenden Texten geschaffen, das man gut an Thanksgiving verwenden kann.

Schöpfung, Genesis 1-2,

Noah nach der Sintflut, Genesis 7

Joseph, Genesis 47

Mirijams Loblied nach der Befreiung von den Ägyptern durch die Teilung des Roten Meeres, Exodus 15,

Daniel dankt Gott trotz Verbotes, Daniel 6

Marias Lobgesang, Lukas 1,46-49

Jesus dankt inmitten seiner Trauer und vor einem Wunder, Matthäus 14,19

Jesus dankt, bevor er Tote auferweckt, Johannes 11,41.42

Jesus dankt, bevor er gekreuzigt wird, Lukas 22,17-19

Zehn Aussätzige werden geheilt, einer dankt, Lukas 17,11-19

Wenn Du Muslimen diese Geschichte erzählst, verwende bitte folgende Namen:

Noah: Nuh

Josef: Jusup

Ägypten: Misir oder Misr

Mirijam, die Schwester von Mose: Maryam, die Schwester von Musa

Daniel: Danyal

Maria, die Mutter von Jesus: Maryam, die Mutter von Isa

Jesus: Isa

Johannes, der Täufer, Jesu Cousin: Yahya (gespr. Jachia)

Das ist der Vorschlag der Teilnehmerin:

Am Anfang war der Allmächtige, der alles erschuf und sah, dass es gut war. Nachdem er die Schöpfung vollendet hatte, ruhte er und gab uns ein Vorbild, damit wir uns ausruhen und über die guten Dinge nachdenken, die Gott uns gegeben hat. Leider vertrauten die Menschen ihm nicht immer, wandten sich von ihm ab, waren nicht dankbar und missachteten seine Gebote. Das trennte die Menschen von Gott, doch Gott suchte sein Volk weiterhin und liebte es. Die Menschen folgten Gott weiterhin nicht, und ihre Ungehorsamkeit wurde so schlimm, dass Gott beschloss, eine große Flut zu schicken, um die Menschen, die er geschaffen hatte, zu töten. Ein Mann, Noah, folgte Gott weiterhin, und Gott rettete ihn und seine Familie auf einem großen Boot. Nach der Flut dankte Noah Gott. Als Noah und seine Söhne Nachkommen bekamen, folgten viele weiterhin nicht Gott, aber einige wenige folgten Gott und dankten ihm, weil sie erkannten, dass alles, was sie hatten, ein Geschenk Gottes war. Joseph hatte elf Brüder, die ihn hassten. Sie verkauften ihn an Händler in einem fernen Land, und er geriet in sehr schwierige Umstände. Als eine Hungersnot das Land heimsuchte, rettete Joseph seine Familie vor dem Tod. Er dankte Gott für seine schlimmen Umstände, weil er wusste, dass Gott diese Umstände zum Guten nutzte, obwohl seine Brüder ihm Unrecht getan hatten. Viele Jahre später waren Gottes Leute Sklaven in Ägypten, als Gott sie in die Freiheit führte. Dazu gehörte ein großes Wunder Gottes, der das Wasser eines großen Meeres teilte, damit die Leute auf trockenem Boden hindurchgehen konnten. Nachdem sie das Meer überquert hatten, dankte Mariam Gott dafür, dass er sie gerettet hatte. Viele, viele Jahre später war Gottes Volk erneut in Gefangenschaft, und ihre Entführer erließen ein Gesetz, das es verbot, zu jemand anderem als dem König zu beten. Ein Mann namens Daniel entschied, dass es ihm wert war, Gott zu danken, egal was ihm für den Bruch des Gesetzes passieren würde, und so betete er weiter und dankte Gott. Daniel wurde in eine Löwengrube geworfen, aber Gott rettete ihn davor, gefressen zu werden. Dies veranlasste den König, ein neues Gesetz zu erlassen, das besagte, dass das Volk dem Gott Daniels danken sollte. Viele Jahre später wurde eine andere Mariam schwanger, obwohl sie nie mit einem Mann geschlafen hatte. Ein Engel sagte ihr, dass Gott ihr ein Kind geschenkt habe und sie dieses Kind Jesus nennen solle. Sie dankte Gott, obwohl sie nicht ganz verstand, was geschehen war. Jesus wurde zu einem Vorbild für Dankbarkeit gegenüber Gott. Als sein Cousin Johannes, der Täufer getötet worden war und er trauerte, versammelte sich eine Menge von 5.000 Männern sowie Frauen und Kindern um ihn herum, und es gab nichts zu essen außer fünf Broten und zwei Fischen. Jesus dankte Gott für die Speisen und begann dann, sie zu brechen. Alle wurden satt, und es blieben zwölf Körbe mit Essen übrig. Später starb ein guter Freund von Jesus, und Jesus besuchte die Familie. Er dankte Gott dafür, dass Gott ihn immer erhört. Dann forderte Jesus seinen Freund, der bereits begraben war, auf, aus dem Grab zu kommen. Sein Freund war am Leben! Viele Leute fanden es nicht cool, dass Jesus die Menschen lehrte, Wunder vollbrachte und sogar Tote auferweckte, deshalb planten einige, ihn umzubringen. Jesus wusste, dass einer seiner engsten Freunde ihn verraten hatte. Als Jesus sich mit seinen engsten Freunden zu einem besonderen Essen hinsetzte, wusste er, dass es das letzte Essen war, das er mit seinen Freunden einnehmen würde, einschließlich demjenigen, der ihn verraten hatte, aber er dankte Gott erneut für das Essen. Kurz darauf wurde Jesus von den Behörden festgenommen und getötet. Er blieb aber nicht tot, denn nach drei Tagen erweckte Gott ihn von den Toten. Jetzt haben diejenigen, die glauben, so viel, wofür sie dankbar sein können, dass Jesus nicht tot ist, sondern lebt. Vor seinem Tod und seiner Auferstehung traf Jesus zehn Männer mit einer schlimmen Hautkrankheit. Er sagte ihnen, sie sollten sich der Person zeigen, die ihnen die Gesundheit zurückgeben konnte. Auf dem Weg dorthin wurden sie geheilt! Einer von ihnen kehrte um, um Jesus zu danken. Die anderen taten das nicht. Das ist ein wahres Panorama zum Thema Dankbarkeit. Ich möchte wie dieser eine Mann sein, der umkehrte, um Jesus zu danken, und wie die anderen Menschen, die Gott dankten. Ich habe so viel, wofür ich dankbar sein kann. Ich bin sehr dankbar, dass Jesus Gott gehorsam vertraute und starb und wieder auferstand. Wofür bist du dankbar? Wie wirst du auf das reagieren, was Gott für dich getan hat?

Ganz herzlichen Dank an die Teilnehmerin!!

Die Fotos stammen von https://www.freebibleimages.org, einer kostenlosen Superquelle für Bibelfotos oder Zeichnungen.

 

Angst, Scham, Schuld – Mit anderen Augen

Angst, Scham, Schuld – Mit anderen Augen

Jayson Georges[1] hat den Grundgedanken, dass es drei Arten von Reaktionen auf Verstöße gegen kulturelle Normen gibt: Angst, Scham und Schuld. Das heißt, es gibt drei allgemeine Arten von Kulturen: Schuld-Unschuld-Kulturen, Scham-Ehre-Kulturen und Angst-Macht-Kulturen. Hier entwickeln wir Werkzeuge für mündliche Denker, um diese allgemeinen Kulturtypen und insbesondere die Kultur Deiner Zielgruppe zu verstehen. Das bessere Verständnis wird Dir helfen, ein passendes Geschichten-Set für Deine Zielgruppe zu entwickeln. Weitere Informationen findest Du auf seiner Website https://honorshame.com. Ich empfehle auch den Kulturtest, einen kostenlosen Test zur Analyse des Publikums Ihrer Zielkultur: https://honorshame.com/theculturetest/, leider in Englisch.

Die folgenden Geschichten sollen Dir helfen das besser zu verstehen, sie sollen einfach mal illustrieren, wie das aussehen kann.

Beispielgeschichten Schuld-Unschuld-Kultur, Scham-Ehre-Kultur und Macht-Angst-Kultur

Die folgenden Geschichten hat Chat GPT erstellt, sollte ein Copyright verletzt worden sein, bitte melden und ich entferne es:

Schuld-Unschuld-Kultur:

Jonas Meier beginnt voller Zuversicht seinen neuen Job als Buchhalter in einem internationalen Maschinenbauunternehmen. Der Chef ist charismatisch, das Team freundlich, das Gehalt stimmt – endlich scheint er angekommen zu sein.

Doch schon in den ersten Wochen stößt er in alten Bilanzen auf Ungereimtheiten: Umsätze, die keinen Sinn ergeben, fehlende Schulden, manipulierte Zahlen. Als er einen Kollegen darauf anspricht, erhält er nur ein müdes Lächeln:
„Das weiß hier jeder. Der Chef sorgt dafür. Mach dir keinen Kopf – oder willst du gleich deine Karriere riskieren?“

Jonas ist schockiert. Die Bilanzen gehen an Banken, Investoren und das Finanzamt. Das ist Betrug – strafbar. Und als Buchhalter steht er mitten in der Verantwortung.

Tagelang ringt er mit sich. Schweigen hieße Mitwisserschaft, Lügen bei Prüfungen, Verrat an seinen Werten. Doch ein Hinweis an die Behörden könnte seine Zukunft ruinieren. Kündigung, Rufschaden, Ausgrenzung – all das wäre die Folge.

Soll er den Chef konfrontieren, auf ein Wunder hoffen? Oder anonym Anzeige erstatten und sofort verschwinden?

Während er die nächste fehlerhafte Zahl auf dem Bildschirm sieht, weiß Jonas nur eins: Die Zeit für eine Entscheidung läuft ab.

Ehre-Scham-Kultur:

Yusuf, 32, lebt im Nahen Osten. Er hat sich als Schreinermeister einen guten Namen erarbeitet. Nun erfüllt er sich seinen Traum: eine eigene Werkstatt. Mit Kredit, Maschinen und unermüdlichem Fleiß baut er auf, was er sich jahrelang erkämpft hat. Für ihn bedeutet es Freiheit, für seine Familie Stolz und wachsende Ehre.

Die Nachricht verbreitet sich schnell, Verwandte und Nachbarn gratulieren. Onkel Faruk ist besonders stolz – und schlägt mit fester Stimme vor, seinen Sohn Kemal einzustellen. „Das ist die Chance für ihn, und für dich eine Hilfe.“

Yusuf kennt Kemal: freundlich, aber unzuverlässig, oft verspätet, ohne echtes Talent. In seiner Werkstatt kann er sich keine Fehler leisten. Doch ein Nein würde als Brüskierung gelten. Faruk ist angesehen, sein Wort hat Gewicht. Eine Ablehnung würde bedeuten, dass Yusuf den Onkel öffentlich zurückweist – ein Angriff auf dessen Stolz, auf die ganze Familie. Schon jetzt spürt Yusuf die unausgesprochene Erwartung, die Blicke, das Gewicht der Tradition.

Wenn er nachgibt, gefährdet er seine Arbeit. Wenn er ablehnt, riskiert er mehr: verletzte Ehre, Gerüchte, ein Klima aus Misstrauen und stiller Feindseligkeit. Und er weiß, wie schnell sich in seiner Gemeinschaft leises Murren in offene Spaltung verwandeln kann.

Yusufs Traum droht zum Auslöser eines Familienstreits zu werden, der alles zerreißt.

Macht-Angst-Kultur:

Kwabena, 38, lebt in Ostafrika. Er hat sich als Bauhandwerker einen guten Ruf erarbeitet. Nun eröffnet sich ihm die Chance seines Lebens: Eine internationale NGO will in der Region eine Schule bauen – mit lokalem Personal. Kwabena ist als Bauleiter im Gespräch, mit Aussicht auf weitere große Projekte.

Doch das vorgesehene Grundstück liegt heikel. Für die Dorfbewohner ist es heiliger Boden, ein Ort, an dem einst Ahnenrituale stattfanden. Dort, so sagt man, ruhen die Geister der Vorfahren.

Ein angesehener Schamane warnt ihn mit eindringlicher Stimme: „Wenn du dort baust, werden die Ahnen dich strafen. Unglück wird über dein Haus kommen.“ Kwabena kennt Geschichten von Menschen, die nach ähnlichen Verstößen krank wurden oder alles verloren. Auch seine Familie mahnt ihn, die Geister nicht zu verärgern.

Doch ein Nein würde bedeuten: keine Schule für die Kinder, kein Auftrag, kein Aufstieg. Die NGO erwartet eine schnelle Entscheidung und hält wenig von Ritualen und Verzögerungen. Kwabenas Frau rät, ein Versöhnungsritual zu wagen – kostspielig, riskant, vielleicht aber die einzige Brücke.

Zwischen wirtschaftlichem Fortschritt und spiritueller Angst, zwischen der Anerkennung der Stadt und den Traditionen des Dorfes, steht Kwabena am Scheideweg – und weiß, dass jede Wahl Opfer fordert.

Angst, Scham, Schuld – Welche Geschichten aus der Heiligen Schrift?

Nachdem man sich überlegt hat, was die Zielkultur prägt, kommen hier Vorschläge für die jeweiligen Kulturen. Bedenke, der Regelfall ist eine Mischkultur, so kann auch eine Mischung aus verschiedenen Geschichten Sinn machen. Über Mischkulturen schreibe ich noch mehr in meinem nächsten Blog

Macht-Angst-Kultur

Ein Vorschlag eines türkischen Gläubigen:

a) um die Gute Nachricht weiterzusagen:

Josef—Genesis 37–50

Die Befreiung der Nachkommen Abrahams durch Mose Exodus 12,1-33 Deuteronomium 18,15

Gott bahnt einen Weg durch das Meer Exodus 14,1-31

Der Befreite Markus 5,1-20

Hinrichtung Jesu, Lukas 23:32-56

Auferstehung Jesu Lukas 24,1-7,36-47 Matthäus 28,19-20, Apostelgeschichte 1,8-11

b) für Gläubige

Der erste Ungehorsam gegen Gott Genesis 3:1-24

Josef—Genesis 37–50

Die Befreiung der Nachkommen Abrahams durch Mose Exodus 12,1-33 Deuteronomium 18,15

Gott bahnt einen Weg durch das Meer Exodus 14,1-31

Elia auf dem Karmel 1. Könige 18

Jesu Versuchung Lukas 4,1-13

Der Befreite Markus 5,1-20

Auferstehung Jesu Lukas 24,1-7,36-47 Matthäus 28,19-20, Apostelgeschichte 1,8-11

Ehre-Scham-Kultur

Erschaffung der Welt Gen 1-2

Der erste Ungehorsam gegen Gott Genesis 3:1-24

Rut

Hannas Kinderwunsch 1. Samuel 1+2,18-21

David und Mefi-Boschet 2. Samuel 9,1-13

Die Geschichte vom Großen Festmahl Lukas 14,15-24

Die Geschichte von den verlorenen Söhnen Lukas 15,11-32

Unschuld-Schuld-Kultur

Der erste Ungehorsam gegen Gott Genesis 3:1-24

Abraham Genesis 12,1-7; 15,1-6

Gott stellt Abraham auf die Probe Genesis 22,1-19

Die Befreiung der Nachkommen Abrahams durch Mose Exodus 12,1-33 Deuteronomium 18,15

Botschaft der Hoffnung Jesaja 52,13-53,12

Jesu Taufe Lukas 3,1-3, 10-22 Matthäus 3,7-9, 13-15, Johannes 1,29

Hinrichtung Jesu, Lukas 23:32-56

Auferstehung Jesu Lukas 24,1-7,36-47 Matthäus 28,19-20, Apostelgeschichte 1,8-11

In zukünftigen Blogbeiträgen werde ich auch immer wieder ein Geschichtenset vorstellen. Das ganze Material mit ausformulierten Geschichten findest Du in meinem Handbuch „Geschichten und Mündliche Bibeln“ unter diesem Link. Da mein Handbuch weiter wächst, kann ich nur die aktuelle Seite angeben, Seite 354f, bzw. 364, die sich aber ändern wird. Ansonsten im Inhaltsverzeichnis nachschauen unter „14.4 Angst, Scham, Schuld – Mit anderen Augen“ bzw. “ Angst, Scham, Schuld – Welche Geschichten aus der Heiligen Schrift?“

[1] Jayson Georges: „Mit anderen Augen Perspektiven des Evangeliums für Scham-, Schuld- und Angstkulturen“ Neufeldverlag 2022

 

Die Suche nach der Wahrheit

Die Suche nach der Wahrheit

In meinem letzten Training hat eine Mitarbeiterin unter inernationalen Studenten dieses Story Set präsentiert. Ganz herzlichen Dank dafür.
Verschiedene Menschen suchen nach der Wahrheit. Sie begegnen Jesus und reagieren unterschiedlich darauf.
Die ersten Freunde Jesu Johannes 1,35-51 Schwerpunkt: Menschen suchen nach der Wahrheit. Nach einer Probezeit sind sie überzeugt, dass Jesus der verheißene Retter ist, und gehen eine persönliche Beziehung zu ihm ein.
Jesus und Nikodemus Johannes 3,1-11+16; 19,39 Schwerpunkt: Nikodemus nimmt sich Zeit für die Suche nach der Wahrheit und folgt Jesus erst nach langer Überlegung. Als Jesus stirbt, bekennt er sich jedoch öffentlich zu ihm, zu einer Zeit, in der viele Angst hatten.
Jesus heilt einen Blindgeborenen Johannes 9 Schwerpunkt: Jemand erlebt Jesus und bekommt eine persönliche Beziehung zu Jesus, erlebt die Kosten der Nachfolge Jesu
Der reiche Mann Markus 10,17-31 Schwerpunkt: Ernsthafte Suche nach der Wahrheit, aber nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen, offenes Ende
Jesus und der Steuereintreiber Lukas 19,1-10 Schwerpunkt: Jemand ist einfach neugierig und wird ein Nachfolger Jesu und hat eine persönliche Beziehung zu Jesus
Die Frau am Brunnen Johannes 4,5-19,25-30,42 Schwerpunkt: Unerwartet begegnet sie Jesus und erkennt, dass Jesus der verheißene Retter ist. Sie teilt diese gute Nachricht mit ihrem ganzen Dorf.

In zukünftigen Blogbeiträgen werde ich auch immer wieder ein Geschichtenset vorstellen. Das ganze Material mit ausformulierten Geschichten findest Du in meinem Handbuch „Geschichten und Mündliche Bibeln“ unter diesem Link. Da mein Handbuch weiter wächst, kann ich nur die aktuelle Seite angeben, Seite 286, die sich aber ändern wird. Ansonsten im Inhaltsverzeichnis nachschauen unter „Die Suche nach der Wahrheit“ Das Foto stammt von https://www.freebibleimages.org, einer kostenlosen Superquelle für Bibelfotos oder Zeichnungen.

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